Hallo Liebe Freunde!
Für mich wird es auch endlich mal wieder Zeit euch ein
Update zu geben.
Ich habe, nachdem ich in Airlie Beach war, 17 Tage auf einer Farm namens „Mimosa
Park“, 150 km Inland von Rockhampton
verbracht. Und was soll ich sagen? Es
war super super toll!
Aber fangen wir mal von Vorne an: Als ich vor über zwei
Wochen Airlie Beach verlassen hatte (nach einem endlos langen Aufenthalt in der
Lobby des Hostels, weil ich um 10 Uhr morgens auschecken musste und der
Greyhound Bus erst um zwölf Uhr nachts kam -.-
) ging es also Richtung Rockhampton wo ich einen ganzen langen Tag im
McDonalds auf meinen nächsten Bus gewartet habe, der mich nach Duaringa bringen
sollte. Als es dann endlich soweit war
ging es Richtung Central Queensland. In Duaringa angekommen sammelte mich mein
Gastvater ein und es ging weitere 45 Minuten Inland. Mir war die Größe solcher
Farmen echt nicht bewusst, aber als er dann irgendwann meinte „Ach das hier
sind meine Nachbarn“ und wir trotzdem noch mindestens 15 weitere Minuten gefahren sind, bekam ich
langsam eine Ahnung davon, dass ich die nächsten Wochen nicht viele andere
Menschen treffen werde :D Aber besser wurde es noch als wir laut ihm dann am
Eingang der Farm angekommen seien und wir wieder mindestens weitere 15 Minuten
über Schotterwege usw geholpert sind bis das Wohnhaus in Sicht kam. Ich meinte dann nur so „Jaa ist ja ein ganz
schön langer Weg zu eurem Haus“ und er nur so „Warum sagt das immer jeder?“ Ja
sorry weil es in Deutschland leider meistens keine 15 Minuten dauert, bis man
das Haus eines Grundstückes erreicht hat :D Dort angekommen wurde ich dann von
seiner Frau begrüßt, welche ich auch auf Anhieb mochte. Die beiden kleinen
Mädels ( 2 Jahre und 8 Monate) lernte ich erst am nächsten Morgen kennen J
Meine selbstangesetzte Hundetherapie läuft auch bis jetzt
echt gut!!! Hier gibt es zwar zum Glück nur einen kleinen Hund, aber als ich
gesehen habe wie die kleinen Kinder ihm die Augen zuhalten, am Schwanz ziehen
und die Fingernägel ins Fell graben und er ihnen nur freudig durchs Gesicht
geleckt hat, habe selbst ich eingesehen, dass dieser Hund ( heißt übrigens
Molly dog) nicht gefährlich sein kann. Zwei Tage bevor ich angekommen bin
wurden auch 12 Babyküken geboren und der Hund hat es sich zur Aufgabe gemacht
den ganzen Tag neben deren Käfig zu liegen und sie zu bewachen. Die Küken sind
total süß, obwohl mittlerweile nur noch 7 davon am Leben sind, da leider in der
nächsten Nacht eine Python vorbeikam und drei gegessen hat. Außerdem hatte sie
zwei weitere schon getötet. Meine Gasteltern sind morgens von dem bellen des
Hundes aufgewacht und haben die Schlange getötet, da sie leider nicht mehr
durch die Gitterstäbe des Käfigs gepasst hat, aufgrund der drei verspeisten Küken.
Generell gibt es hier wohl relativ viele Schlangen, obwohl
mir gesagt wurde, dass sie nicht oft in der Nähe des Hauses sind. Momentan nur
wegen den Küken. Aber es ist schon beruhigend wenn einem gesagt wird „ Bitte
hinterlasse eine Nachricht wenn du spazieren gehst auf dem Gelände, also nur
falls du von einer Schlange gebissen wurdest“ okay in diesem Moment entschied
ich mich dazu lieber keinen Spaziergang zu machen. Hier gibt es nämlich viele
Brown Snakes, eine hoch giftige Schlange, der man lieber nicht begegnen will,
denn es können, falls man Rechtzeitig das Gegengift bekommt, Lebenslange Nerven
Schäden auftreten.
Diese Woche hat der Hund plötzlich wieder so komisch gebellt
und tatsächlich hatte sich diesmal eine Tree Snake im Baum verirrt. Mein Gastvater
dann nur so „It is time to shoot a snake“ und schon war das Gewehr am Start. Er
hat die Schlange nicht nur bis auf einige Fäden zerteilt, sondern ihr danach
vorsichtshalber noch den Kopf abgeschossen.
Naja aber nun zu den schönen Dingen meines Aufenthaltes hier
(obwohl das mit den Schlangen echt interessant war). Ich habe echt keine Ahnung
wie groß dieses Gelände hier ist, aber wenn man schon seinen eigenen Fluss
hat (der allerdings momentan aufgrund
des Regenmangels vollkommen ausgetrocknet ist) , stundenlang mit dem Jeep
herumdüsen kann und ca. 1000 Kühe beherbergt, kann es nicht allzu klein sein.
Hier werden die Kühe hauptsächlich geboren und dann auf eine andere Farm
gebracht, wo sie dann fett werden müssen bevor sie geschlachtet werden und das meiste
Fleisch dann nach Amerika kommt und im Burger landet.
Das „Mustering“ der Kühe (also wo ausgewählt wird welche
Kühe schon dick genug sind ) fand letzte Woche auf der Farm seines Vaters
statt. Dort schauten wir uns ca. 300 Kühe an und mussten die 136 fettesten
aussuchen. Einerseits haben mir die Tiere schon etwas Leid getan, weil sie
nicht allzu liebevoll behandelt worden sind, aber andererseits geht auch echt
nichts über ein gutes Steak! War auf jeden Fall ein sehr gutes Erlebnis!
Sonst habe ich eigentlich hauptsächlich Gartenarbeit gemacht
und im Haushalt geholfen. Bei zwei kleinen Kindern gab es da immer was zu
putzen. Die 2 Jährige lernt momentan auch sprechen, was für mich allerdings
ziemlich schwierig zu verstehen ist. Aber immerhin werde ich 30 Mal
hintereinander gefragt „Nina are you doing? :D
An den Wochenenden sind wir nach Rockhampton gefahren und
haben bei ihren Eltern übernachtet. Dort
ist ausser shoppen nicht großartig viel passiert, ausser dass ich mir die
botanischen Gärten angeschaut habe, wo es auch einen kostenlosen Zoo gibt. Und
einmal waren wir abends auf einer Grillparty. Die Gastfreundschaft der Aussies
zeigte sich auch hier wieder! Mich kannte da zwar niemand aber trotzdem hieß es
direkt „help yourself mate“ und mir wurden alle möglichen Speisen angeboten.
Jeder möchte auch immer direkt alles von einem wissen und so kommt man ziemlich
leicht ins Gespräch.
Momentan gibt es hier auch einige Probleme, da es seit
Wochen keinen Regen gab, obwohl wir uns gerade noch in der Regenzeit befinden
und die Trockenzeit erst noch bevorsteht. Schließlich trinkt eine Kuh am Tag
bis zu 40 Liter Wasser und bei 1000 Kühen kommt da schon einiges zusammen. Hier
bekommen wir unser Wasser aus dem Boden oder halt durch Regen. Wenn man hier im
Haus kaltes Wasser trinkt aus dem Wasserhahn handelt es sich um Regenwasser und
wenn man mit heißem Wasser duscht handelt es sich um das Wasser aus dem Boden
und manchmal ist es ganz schön dreckig und dann kommt halt braunes Wasser aus
dem Wasserhahn :D Aber auch hier wieder: Man gewöhnt sich an alles!
An meinem letzten Tag sind wir zu seinen Nachbarn gefahren,
um dreissig Kühe in ein 10km entferntes Gehege zu bringen. Wir sind also mit
den Quad bikes rumgedüst und haben die Kühe herumgescheucht! Das hat soo Spaß
gemacht!!! Eines meiner besten Erlebnisse bis jetzt. Danach sollte ich dann den
Jeep alleine zurück fahren. Also da hatte ich ja echt Angst, weil ich vorher
noch nie in Australien Auto gefahren bin. Und einen Jeep bin ich selbst in
Deutschland noch nicht gefahren. Hat aber alles mega gut geklappt!! Hat mich
selbst gewundert, dass ich es geschafft habe das Auto über Schotterpisten und
steile Straßen nach Hause bringen konnte! Bin leider an einem „Gate“ (also so
ein ziemlich enges Tor, wo der Boden aus Gitterstäben besteht damit die Kühe
nicht fliehen können) ein bissl an der Seite an den Zaun gekommen, was aber
nicht schlimm war, da das Auto immer ziemlich viel mitmachen muss und auch als
ich da war glaub ich zum ersten Mal geputzt wurde. Mit der linken Hand zu schalten
war zwar komisch, aber nach ein paar Minuten ging das eht voll klar!
Was ich bei der ganzen Sache aber eigentlich am besten fand
ist folgendes: In Australien liegt ja die Geschwindigkeitsbegrenzung generell
bei höchstens 11o km/h, aber bei Schotterpisten, wo man in Deutschland
wahrscheinlich gerade mal 30 fahren dürfte, darf man hier trotzdem mit 100
drüberbrettern :D Der Hammer! Ich würde niemals auf die Idee kommen auf solchen
Straßen so schnell zu fahren!
Als wir unterwegs waren hatte meine Gastmutter eine Brown
Snake gefunden als sie die Eier im Hühnerstall einsammeln wollte. Aber als sie
das Gewehr bereit hatte war sie leider schon verschwunden. So schnell kann’s
gehen Leute! Die Viecher gibt’s hier echt überall!
Das Gute an der Farm war, dass es sogar einen Pool gab! Dort
waren wir fast jeden Tag schwimmen, weil es draussen einfach so mega heiß war!
Eine eigene kleine Tankstelle gab es übrigens auch für die Traktoren usw. J
Insgesamt hatte ich soo unglaublich tolle 17 Tage dort und
ich war echt total traurig als ich gegangen bin L
Ich freue mich schon auf den nächsten Farmstay!
Melde mich sobald ich wieder Zeit habe mit einem Post über
Fraser Island!
Wir sehen uns in 107 Tagen! Weniger als 16 Wochen!
Ich hab euch lieb!
Eure Nono :*
Die wurden mir freundlicherweise bei meiner Mc's Warterei voneiner Mitarbeiterin geschenkt :D
Baby Chicks <3
Die tote Schlange und ihre Opfer :(
Hier sind wir mit dem Jeep über das Gelände gefahren, um zu checken ob alle Zäune intakt sind und ob genügend Wasser vorhanden ist.
Die tote Tree Snake :D
Babay Chicks <3
Molly Dog <3
Die Kröten und Frösche haben sich nachts immer vor den Fenstern gesammelt -.-
Den Garten habe ich so schön gemacht :D
Hier war ich als wir in Rockhampton waren im Botanischen Garten und im Zoo :)





























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