Mittwoch, 19. März 2014

17 Tage in Mimosa Park!


Hallo Liebe Freunde!

Für mich wird es auch endlich mal wieder Zeit euch ein Update zu geben.

Ich habe, nachdem ich in Airlie Beach war,  17 Tage auf einer Farm namens „Mimosa Park“,  150 km Inland von Rockhampton verbracht.  Und was soll ich sagen? Es war super super toll!

Aber fangen wir mal von Vorne an: Als ich vor über zwei Wochen Airlie Beach verlassen hatte (nach einem endlos langen Aufenthalt in der Lobby des Hostels, weil ich um 10 Uhr morgens auschecken musste und der Greyhound Bus erst um zwölf Uhr nachts kam -.-  ) ging es also Richtung Rockhampton wo ich einen ganzen langen Tag im McDonalds auf meinen nächsten Bus gewartet habe, der mich nach Duaringa bringen sollte.  Als es dann endlich soweit war ging es Richtung Central Queensland. In Duaringa angekommen sammelte mich mein Gastvater ein und es ging weitere 45 Minuten Inland. Mir war die Größe solcher Farmen echt nicht bewusst, aber als er dann irgendwann meinte „Ach das hier sind meine Nachbarn“ und wir trotzdem noch mindestens  15 weitere Minuten gefahren sind, bekam ich langsam eine Ahnung davon, dass ich die nächsten Wochen nicht viele andere Menschen treffen werde :D Aber besser wurde es noch als wir laut ihm dann am Eingang der Farm angekommen seien und wir wieder mindestens weitere 15 Minuten über Schotterwege usw geholpert sind bis das Wohnhaus in Sicht kam.  Ich meinte dann nur so „Jaa ist ja ein ganz schön langer Weg zu eurem Haus“ und er nur so „Warum sagt das immer jeder?“ Ja sorry weil es in Deutschland leider meistens keine 15 Minuten dauert, bis man das Haus eines Grundstückes erreicht hat :D Dort angekommen wurde ich dann von seiner Frau begrüßt, welche ich auch auf Anhieb mochte. Die beiden kleinen Mädels ( 2 Jahre und 8 Monate) lernte ich erst am nächsten Morgen kennen J

Meine selbstangesetzte Hundetherapie läuft auch bis jetzt echt gut!!! Hier gibt es zwar zum Glück nur einen kleinen Hund, aber als ich gesehen habe wie die kleinen Kinder ihm die Augen zuhalten, am Schwanz ziehen und die Fingernägel ins Fell graben und er ihnen nur freudig durchs Gesicht geleckt hat, habe selbst ich eingesehen, dass dieser Hund ( heißt übrigens Molly dog) nicht gefährlich sein kann. Zwei Tage bevor ich angekommen bin wurden auch 12 Babyküken geboren und der Hund hat es sich zur Aufgabe gemacht den ganzen Tag neben deren Käfig zu liegen und sie zu bewachen. Die Küken sind total süß, obwohl mittlerweile nur noch 7 davon am Leben sind, da leider in der nächsten Nacht eine Python vorbeikam und drei gegessen hat. Außerdem hatte sie zwei weitere schon getötet. Meine Gasteltern sind morgens von dem bellen des Hundes aufgewacht und haben die Schlange getötet, da sie leider nicht mehr durch die Gitterstäbe des Käfigs gepasst hat, aufgrund der drei verspeisten Küken.

Generell gibt es hier wohl relativ viele Schlangen, obwohl mir gesagt wurde, dass sie nicht oft in der Nähe des Hauses sind. Momentan nur wegen den Küken. Aber es ist schon beruhigend wenn einem gesagt wird „ Bitte hinterlasse eine Nachricht wenn du spazieren gehst auf dem Gelände, also nur falls du von einer Schlange gebissen wurdest“ okay in diesem Moment entschied ich mich dazu lieber keinen Spaziergang zu machen. Hier gibt es nämlich viele Brown Snakes, eine hoch giftige Schlange, der man lieber nicht begegnen will, denn es können, falls man Rechtzeitig das Gegengift bekommt, Lebenslange Nerven Schäden auftreten.

Diese Woche hat der Hund plötzlich wieder so komisch gebellt und tatsächlich hatte sich diesmal eine Tree Snake im Baum verirrt. Mein Gastvater dann nur so „It is time to shoot a snake“ und schon war das Gewehr am Start. Er hat die Schlange nicht nur bis auf einige Fäden zerteilt, sondern ihr danach vorsichtshalber noch den Kopf abgeschossen.

Naja aber nun zu den schönen Dingen meines Aufenthaltes hier (obwohl das mit den Schlangen echt interessant war). Ich habe echt keine Ahnung wie groß dieses Gelände hier ist, aber wenn man schon seinen eigenen Fluss hat  (der allerdings momentan aufgrund des Regenmangels vollkommen ausgetrocknet ist) , stundenlang mit dem Jeep herumdüsen kann und ca. 1000 Kühe beherbergt, kann es nicht allzu klein sein. Hier werden die Kühe hauptsächlich geboren und dann auf eine andere Farm gebracht, wo sie dann fett werden müssen bevor sie geschlachtet werden und das meiste Fleisch dann nach Amerika kommt und im Burger landet.

Das „Mustering“ der Kühe (also wo ausgewählt wird welche Kühe schon dick genug sind ) fand letzte Woche auf der Farm seines Vaters statt. Dort schauten wir uns ca. 300 Kühe an und mussten die 136 fettesten aussuchen. Einerseits haben mir die Tiere schon etwas Leid getan, weil sie nicht allzu liebevoll behandelt worden sind, aber andererseits geht auch echt nichts über ein gutes Steak! War auf jeden Fall ein sehr gutes Erlebnis!

Sonst habe ich eigentlich hauptsächlich Gartenarbeit gemacht und im Haushalt geholfen. Bei zwei kleinen Kindern gab es da immer was zu putzen. Die 2 Jährige lernt momentan auch sprechen, was für mich allerdings ziemlich schwierig zu verstehen ist. Aber immerhin werde ich 30 Mal hintereinander gefragt „Nina are you doing? :D

An den Wochenenden sind wir nach Rockhampton gefahren und haben bei ihren Eltern übernachtet.  Dort ist ausser shoppen nicht großartig viel passiert, ausser dass ich mir die botanischen Gärten angeschaut habe, wo es auch einen kostenlosen Zoo gibt. Und einmal waren wir abends auf einer Grillparty. Die Gastfreundschaft der Aussies zeigte sich auch hier wieder! Mich kannte da zwar niemand aber trotzdem hieß es direkt „help yourself mate“ und mir wurden alle möglichen Speisen angeboten. Jeder möchte auch immer direkt alles von einem wissen und so kommt man ziemlich leicht ins Gespräch.  

Momentan gibt es hier auch einige Probleme, da es seit Wochen keinen Regen gab, obwohl wir uns gerade noch in der Regenzeit befinden und die Trockenzeit erst noch bevorsteht. Schließlich trinkt eine Kuh am Tag bis zu 40 Liter Wasser und bei 1000 Kühen kommt da schon einiges zusammen. Hier bekommen wir unser Wasser aus dem Boden oder halt durch Regen. Wenn man hier im Haus kaltes Wasser trinkt aus dem Wasserhahn handelt es sich um Regenwasser und wenn man mit heißem Wasser duscht handelt es sich um das Wasser aus dem Boden und manchmal ist es ganz schön dreckig und dann kommt halt braunes Wasser aus dem Wasserhahn :D Aber auch hier wieder: Man gewöhnt sich an alles!

An meinem letzten Tag sind wir zu seinen Nachbarn gefahren, um dreissig Kühe in ein 10km entferntes Gehege zu bringen. Wir sind also mit den Quad bikes rumgedüst und haben die Kühe herumgescheucht! Das hat soo Spaß gemacht!!! Eines meiner besten Erlebnisse bis jetzt. Danach sollte ich dann den Jeep alleine zurück fahren. Also da hatte ich ja echt Angst, weil ich vorher noch nie in Australien Auto gefahren bin. Und einen Jeep bin ich selbst in Deutschland noch nicht gefahren. Hat aber alles mega gut geklappt!! Hat mich selbst gewundert, dass ich es geschafft habe das Auto über Schotterpisten und steile Straßen nach Hause bringen konnte! Bin leider an einem „Gate“ (also so ein ziemlich enges Tor, wo der Boden aus Gitterstäben besteht damit die Kühe nicht fliehen können) ein bissl an der Seite an den Zaun gekommen, was aber nicht schlimm war, da das Auto immer ziemlich viel mitmachen muss und auch als ich da war glaub ich zum ersten Mal geputzt wurde. Mit der linken Hand zu schalten war zwar komisch, aber nach ein paar Minuten ging das eht voll klar!

Was ich bei der ganzen Sache aber eigentlich am besten fand ist folgendes: In Australien liegt ja die Geschwindigkeitsbegrenzung generell bei höchstens 11o km/h, aber bei Schotterpisten, wo man in Deutschland wahrscheinlich gerade mal 30 fahren dürfte, darf man hier trotzdem mit 100 drüberbrettern :D Der Hammer! Ich würde niemals auf die Idee kommen auf solchen Straßen so schnell zu fahren!

Als wir unterwegs waren hatte meine Gastmutter eine Brown Snake gefunden als sie die Eier im Hühnerstall einsammeln wollte. Aber als sie das Gewehr bereit hatte war sie leider schon verschwunden. So schnell kann’s gehen Leute! Die Viecher gibt’s hier echt überall!

Das Gute an der Farm war, dass es sogar einen Pool gab! Dort waren wir fast jeden Tag schwimmen, weil es draussen einfach so mega heiß war! Eine eigene kleine Tankstelle gab es übrigens auch für die Traktoren usw. J

Insgesamt hatte ich soo unglaublich tolle 17 Tage dort und ich war echt total traurig als ich gegangen bin L Ich freue mich schon auf den nächsten Farmstay!

Melde mich sobald ich wieder Zeit habe mit einem Post über Fraser Island!

Wir sehen uns in 107 Tagen! Weniger als 16 Wochen!

Ich hab euch lieb!

Eure Nono :*
 
 
   Die wurden mir freundlicherweise bei meiner Mc's Warterei voneiner Mitarbeiterin geschenkt :D
 
Baby Chicks <3

 
Die tote Schlange und ihre Opfer  :(

 
Hier sind wir mit dem Jeep über das Gelände gefahren, um zu checken ob alle Zäune intakt sind und ob genügend Wasser vorhanden ist.







 
Die tote Tree Snake :D
 
  
 
Babay Chicks <3

 
Molly Dog <3

 
Die Kröten und Frösche haben sich nachts immer vor den Fenstern gesammelt -.-




 
Den Garten habe ich so schön gemacht :D











 
Hier war ich als wir in Rockhampton waren im Botanischen Garten und im Zoo :)




 

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